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Zum ersten Mal...

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Die Kohlen im Brazier knacken, während kleine Funken durch die Luft wirbeln und das Feuer unsere Stockbrote erwärmt. Damit hätte ich wohl normalerweise am ehesten noch spätabendliche Zeltlagerrunden am Lagerfeuer verbunden. Hier in Sambia haben wir so gemeinsam unser kleines Sankt Martins Fest gefeiert. Statt Weckmännern haben wir uns zwei Töpfe mit Stockbrotteig geteilt, Sankt Martin wurde zu „Saint Martin“ und die zuvor selbstgebastelten Laternen trugen Bilder von Hacken oder Blumensträußen. Es war ein richtig schöner Abend, und sogar unser kurzerhand noch ins Englisch übersetzte Sankt Martins Lied wurde von allen Beteiligten laut und fröhlich mitgesungen. Einen Monat später gehört es neben dem Independence-Day-Song und dem „Mukuwa Mukuwa“ (Weißer, Weißer) Lied, bei dem statt Mukuwa nacheinander alle Namen der Anwesenden eingesetzt werden, zu den Top 3 der meist gesummtesten Lieder :-) Vorgestern haben wir angefangen, zusammen ein wenig Weihnachtsschmuck fürs Jugendzentrum zu baste…

Hitze, Arbeit, Leben - Ein Einblick

„Es ist so heiß!“ ist wohl der Satz, den ich hier in Deutsch, Englisch und selbst in Tonga (kulapya!) am öftesten gebrauche. Weil wir gerade mitten in der Trockenzeit stecken, klettern die Temperaturen zur Zeit auf mitunter bis zu 40°C. Als es letzte Woche nach einigen Tagen Wolken am Himmel tatsächlich einen Regenschauer gab, dachten Susanne und ich der Beginn der Regenzeit hätte sich angekündigt und die Zeit des Schwitzens wäre vorbei. Nachdem wir dennoch unsere Kollegen gefragt haben, ob es denn jetzt wirklich endlich kühler würde, meinten sie, dass kleine Schauer selten mal vorkommen, aber es ab jetzt nur noch heißer wird. Das Beeindruckende sind vor allem die Menschen, die hier weiterhin in der brütenden Hitze ihre Arbeit verrichten, mit dem Fahrrad große Säcke voll Mealie meal (Das Mehl, mit dem man Nshima zubereitet) oder Kohlen durch die Gegend fahren und genauso wie vorher arbeiten, nur ein wenig gemächlicher.
Und auch Susanne und ich haben Einiges, das getan werden muss…

Endlich zu Hause

Oft schon wurde uns unser neues Heim beschrieben. Als ich jedoch tatsächlich in der neuen Umgebung angekommen war, die staubige Auffahrt zum ersten Mal hinaufgefahren bin und schließlich selbst vor unserem zu Hause für das kommende Jahr stand, sind alle vorigen Vorstellungen, die sich mit jedem kleinsten Detail einer weiteren Erzählung immer mehr erweitert und verfestigt haben, mit einem Mal verblasst und ein ganz neues Bild tat sich vor mir auf.
Unser Haus ist für eine erste eigene Wohnung ein wirklich komfortables Teil, und auch verglichen mit den sambischen Standards, wo Kühlschrank und Spültoilette nicht immer zu finden sind, wohnen wir wirklich luxuriös. Neben unserer Küche mit Kühlschrank und Backofen, einer Toilette und einer festen Duscheinrichtung haben wir auch ein Wohnzimmer, drei Schlafzimmer und einen kleinen Kabuff. Mein Highlight ist aber unsere überdachte Terrasse, die einen schönen Blick auf die Hühner unserer Nachbarn, aber auch einen kleinen Blick ins Tal erlaubt. …

Welcome to our beautiful country Zambia!

Nach 2 Wochen auf sambischem Boden komme ich endlich dazu, meine ersten Begegnungen und Erlebnisse aufzuschreiben.
Am Abend des 14. Augusts startete unser Flieger Richtung Sambia. Zusammen mit meinen 5 Mitfreiwilligen von Brot kamen wir am Dienstag Nachmittag am Flughafen der Hauptstadt Lusaka an. Dort wurden wir schon von unserer Landesmentorin Heidrun erwartet, die das Jahr über unsere Ansprechpartnerin in Sambia sein wird und uns ganz herzlich in Empfang genommen hat. Wir fuhren zu den Gästehäusern der Gossner Mission, auf dessen Gelände auch unser bevorstehendes Orientierungsseminar stattfand. Bevor das jedoch am Donnerstag startete, konnten wir uns den ganzen Tag mit den Vorfreiwilligen unseres Projektes zusammensetzen und über alles reden, was wir noch wissen und was sie uns noch mitgeben wollten, da sie erst am nächsten Morgen abreisten. Es war schön, die Eindrücke und Erlebnisse von Janne und Marcel (unsere Vorfreiwilligen) und hat uns noch mehr Lust gemacht, endlich selbst…

Letzte Vorbereitungen

Nun ist es also endlich soweit.

In genau 3 Tagen werde ich in den Flieger Richtung Sambia steigen und alles Gewohnte zurücklassen, um meinen entwicklungspolitischen Freiwilligendienst zu beginnen.

In meinem Zimmer hat sich auch so langsam die Aufbruchstimmung breitgemacht: alle alten Schulsachen, die ich nicht mehr brauche, sind in den Papierkorb gewandert; Kleidung, Bücher und jeglicher Ramsch, der sich Jahre lang in irgendwelchen Schubladen versteckt hat, wurde nun endlich mal ausgemistet, so dass meine kleine Schwester Platz hat, um sich in meinem (alten) Zimmer auszubreiten; Koffer und Wanderrucksack stehen bereit, um für den Abflug gefüllt zu werden.
Aber nicht nur mein Zimmer lässt mich spüren, dass es bald losgeht, sondern auch die vielen Verabschiedungen von Freunden und Verwandten lassen es real werden. Auch wenn es sich ein wenig seltsam anhört, sich zum Abschied alles Gute zu wünschen und "Bis in einem Jahr!" zu sagen.

Die Vorfreude auf das Unbekannte, Neue ist je…